" It's a funny thing about comin' home. Looks the same, smells the same, feels the same. You'll realize what's changed is you."

The curious case of Benjamin Button

Sonntag, 27. Juli 2014

Von Novalja über New York nach Texas

Ich habe die letzte Zeit meinen Bolg etwas vernachlässigt, also hier mit einer kleinen Vorwarnung ein Post über die letzten 4 Wochen.

Fangen wir mit Novalja an, meiner Abi-Reise ins schöne Kroatien. Nach einer 20-stündigen Busfahrt
konnten wir endlich unsere Appartements betreten (ich habe mir eins mit zwei Freundinnen und zwei anderen Jungs geteilt) und sind erstmal eingeschlafen. Theoretisch bestanden die kompletten 9 Tage aus schlafen, ein bisschen putzen (wirklich nur das Nötigste), Pizza & Spagetti, Strand und feiern (einmal Party-Boot). Aber das Schöne war, dass ich noch ein letztes mal ausgiebig Zeit mit meinen Freunden verbringen konnte bevor mein Auslandsjahr startete. Abends (am Strand und in den Clubs) hat man die verrücktesten Menschen aus aller Welt getroffen (waren aber auch ein paar interessante dabei) und ich hatte das Gefühl, in Novalja ist alles erlaubt. Naja alles in allem war es eine unvergessliche Zeit und ich möchte sie nicht missen.


Zuhause angekommen blieben mir nur noch 9 Tage in meiner Heimat, die ich mehr als ausgenutzt habe. Montag war meine Abschiedsfeier und ich muss sagen, auf meine Freunde ist Verlass! So ziemlich alle waren da und es gab sogar den ein oder anderen Kuchen und Geschenke. Ich hab mich riesig gefreut und war dementsprechend traurig, als es Zeit war Goodbye zu sagen, vor allem zu meinen Eltern (nach all dem was sie mit mir durchmachen mussten).


Letztendlich haben mich meine Eltern und meine zwei besten Freundinnen zum Flughafen gebracht und ihr könnt euch gar nicht vorstellen  wie das ist, für so eine lange Zeit "tschüß" zu sagen, da fließen schon mal
Tränen. Naja als ich dann zu meinem Gate kam war es nicht besonders schwer andere Au Pairs zu erkennen. Zum einen trugen alle diesen extrem unauffällig pinken Cultural Care Sticker, zum anderen saß da ein Haufen komplett verheulter Mädels, die ihre Kissen geknuddelt haben und letzte Nachrichten verschickten. Ich hatte das Gefühl da ganz gut rein zu passen und hab mich mal dazu gesellt. Als ich dann wirklich im Flugzeug saß wurde mir klar, dass ich meine Eltern und meine Mädels für 13 Monate nicht sehen werde. Ich war nicht extrem traurig, es war mehr ein komisches Gefühl. Naja der Flug war gut und die 8 Stunden vergingen auch super schnell. Sogar das Essen war voll ok (normalerweise hasse ich das Essen im Flugzeug!!)


Nach der Landung wurde es etwas kompliziert, ich war nämlich mit zwei großen Koffern, einem kleinen Handgepäck-Koffer und einem Rucksack unterwegs (bei Singapore Airlines darf man so viel kostenlos mitnehemn ♥) aber die anderen Mädels waren so nett und haben mir geholfen - viele von denen hatten nur einen großen Koffer dabei, da hätte ich nieeemals alles rein bekommen!
In der Trainingsschool war unglaublich viel los - super viele Mädels und ca 10 Jungs aus aller Welt (Kolumbien, Mexiko, Frankreich, Süd Afrika, Deutschland, Schweden, Dänemark, Österreich - alles dabei) Am zweiten Tag hatten wir ein Candy Picknick, was extrem cool war : jeder hat was süßes aus seiner Heimat mitgebracht und den anderen vorgestellt. Kleiner Tipp an euch: Finger weg von dem mexikanischen Zeug, das ist etwas bizarr.

Das Gelände war super schön. Ich meine Campus auf Long Island direkt am Meer geht schon mal!


Mein Zimmer hab ich mir mit Susi teilen dürfen. Mit ihr hab ich mich von Anfang an super verstanden und das coole ist, sie wird in Missouri leben, wo auch die Eltern meiner Host-Mum leben - Vielleicht sieht man sich also nochmal!!

Die Unterrichtszeit war eigentlich gar nicht so schrecklich, wie alle immer sagen. Meine Lehrerin (Mrs Lorraine) war super cool drauf und an sich eine sehr interessante Person. Außerdem hatte ich coole Leute in meiner Klasse sitzen. Die meiste Zeit hab ich mich mit ein paar Mädels aus Kolumbien, einem Franzosen und einem Deutschen unterhalten und hab sie relativ schnell ins Herz geschlossen. Achja und wenn ihr Angst aufgrund eurer Sprache habt : das braucht ihr auf gar keinen Fall! Ich bin da mit einem eher schlechten Gefühl hin und mit einem super guten zur Gastfamilie. Die Leute an der Au Pair School sind nicht nur super tolerant was das angeht, sie geben auch jedem die gleiche Chance. Und glaubt mir, da sind Mädels dabei, die sind echt schwer zu verstehen!


Das Essen in der Cafeteria ist grob gesagt in Ordnung aber ein weiterer Tipp an euch: vermeidet den Käse, der ist echt streng!!

Am letzten Tag war's dann auch endlich so weit: der Trip nach New York City.
Ich hab ihn mit Susi un zwei anderen Mädels verbracht (Rebecca und Anna). Erst eine kleine Rundfahrt mit Führer (der extrem cool war), dann zu einem Aussichtspunkt zur Freiheitsstatur, zum World Trade Center, Top of the Rock, Time Square und Empire State Building. Für Shopping war nicht besonders viel Zeit. Mein Höhepunkt war als mir ein typischer Amerikaner ein High-Five gegeben hat. Am Ende gab's noch Tortellini zu essen (mein Leibgericht) und dann ging's auch schon wieder zurück zum Campus.
Hier ein paar Bilder :)





Ich muss sagen, New York ist mehr als beeindruckend und der Time Square und die Aussicht von ganz oben super genial, aber ich würde da nicht leben wollen. Man kann kaum zwei Schritte gehen, ohne wen anzurempeln, oder Angst zu haben überfahren zu werden. Ich bin ganz froh, dort wo ich jetzt bin.

Ja, am nächsten Morgen um neun gings dann los zur Host Family. Ich glaube eigentlich wäre ich aufgeregt gewesen und mir wäre mein Herz in die Hose gerutscht, beim Treffen mit der Familie. Aber der Flug hat die Aufregung komplett vernichtet. Man könnte sagen, ich war mehr damit beschäftigt zu überleben, als über das Zusammentreffen nachzudenken. Ja, es gab ein paar Probleme, um es mild auszudrücken, aber I'm still alive und ich war ganz froh aus dem Flugzeug zu steigen.


Die Familie hat mich mit Plakaten total herzlich in Empfang genommen und mir auf der Fahr in mein neues Zuhause die Gegend gezeigt (das Auto ist etwa doppelt so hoch wie ich - richtig typisch für die Texaner).
Das Haus ist wunderschön. Hohe Wände, viele Zimmer (2 Gäste-Zimmer, 3Schlaf-Zimmer, Küche, Esszimmer, Wohnzimmer zusammen in einem riesigen Raum, ein Hausaufgaben-Zimmer, ein KINO (!!!), ein Tisch-Tennis-Spielzimmer, Pool, alles was das Herz begehrt). Und ich liebe meinZimmer über alles - habe einen eigenen kleinen Kühlschrank, einen Karmin, einen Flchbildschirm, mein eigenes Bad, ein rieeeesiges Bett und sogar einen begehbaren Kleiderschrank ♥ Ich hab ihnen meine Gastgeschenke übergeben und sie haben sich total gefreut, was ich echt schön fand. Wir haben zusammen Spagetti gegessen und eine Torte mit der Aufschrift "Wellcome". Die Familie ist sehr interessiert an meiner Kultur und wir reden über wirklich alles. Gestern, an meinem 2. Tag war ich mit den Kids mit den Fahrrädern im Park, sie haben mir die Gegend nochmal etwas genauer gezeigt, danach haben wir einen Film gesehen, sind mit den Eltern zum Barbeque gegangen und haben uns Abends dann nochmal einen Film angesehen. Wir waren bei der Bank und haben mein Konto eröffnet und mir eine neue SIM-Card zugelegt. Abends war ich dann ganz schön geschafft, es ist schließlich auch noch sseeehr heiß dazu.

Alles was ich sagen kann, ist dass das erste Zusammentreffen mehr als harmonisch verlief und ich mich wohl fühle. Ich glaube die Kinder mögen mich und mit den Eltern scheint es ein sehr gutes, freundschaftliches Vershältnis zu werden. Ich hoffe, dass es so bleibt und dass wir eine schöne Zeit zusammen haben.

Ja das wars erstmal. Ich werde versuchen öfter und regelmäßiger zu schreiben, aber die Kinder gehen vor :)

Liebe Grüße und bis bald,

eure Jessica

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